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Bildungssenatorin Günther-Wünsch zum Start der frisch ausgebildeten Religionslehrer in Berlin am 4.9.23

Hier ein paar Auszüge aus ihrer Rede:

Seien Sie das Salz der Erde, seien Sie das Salz dieser Stadt. Und seien Sie ruhig auch mal das Salz in der Suppe!“ Katharina Günther-Wünsch, Berliner Senatorin für Bildung, Jugend und Familie ermutigte die neuen Religionslehrkräfte des Erzbistums Berlin zum Start in ihren Dienst an staatlichen und freien Schulen: „Gehen Sie raus und seien Sie Zeugen Ihres Bekenntnisses – und machen Sie unsere Stadt reicher. Ihr Engagement, Ihre Leidenschaft, – als Lehrerin sage ich bewusst: Ihre Hingabe werden die Kids da draußen stärker machen. Und umgekehrt werden Sie dabei auch viel zurückbekommen.“

Im Namen des Senats von Berlin dankte sie für „Ihre Bereitschaft zu diesem anspruchsvollen und wertvollen Dienst. Und im Namen des Senats von Berlin danke ich denen, die heute in den Ruhestand verabschiedet werden, für ihren Einsatz und für ihr Wirken.“

In ihrem Grußwort würdigte sie die Rolle religiöser Bekenntnisse in der „säkularen und zugleich multireligiösen Stadt“. Sie könnten einen Beitrag dazu leisten, „dass Respekt wächst und ein Miteinander trotz aller Unterschiede entsteht.“ Denn Religion habe „etwas Freigeistiges. Es gibt keinen freiheitlichen Staat der Welt, der nicht auch Religionsfreiheit kennt. Umgekehrt gibt es keinen autoritären Staat, in dem es echte Religionsfreiheit gibt. (…). Freiheit gibt es nicht ohne Religionsfreiheit. Oder wie es der Apostel Paulus ausdrückt: ‚Wo aber der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit.‘“

Die Kirchen dürften nicht auf ihre – gern gesehene – Rolle als „sozialer Dienstleister“ reduziert werden: „Unsere Stadt muss um ihrer selbst willen Religion wertschätzen.“

Mit Blick auf den Koalitionsvertrag, demzufolge die Koalition aus CDU und SPD in Berlin ein Wahlpflichtfach Weltanschauungen/Religionen als ordentliches Lehrfach einführen will, kam Senatorin Günther-Wünsch auf den Unterschied „zwischen einem Ethikunterricht, der Wissen vermittelt, und dem Religionsunterricht, der bekenntnisorientiert religiöse Überzeugungen vermittelt“, zu sprechen.

Es gehe dabei nicht darum, „Kindern und Jugendlichen religiöse Bekenntnisse überzustülpen. Es geht darum, Kinder und Jugendliche mit Bekenntnissen zu konfrontieren, damit sie sich damit auseinandersetzen können und daran wachsen.Deshalb – und so viel politische Werbung sei mir hier erlaubt – wollen wir hier in Berlin den Religionsunterricht wieder aufwerten. Ich werde dafür werben und kämpfen.  i

Ich bin der festen Überzeugung: Kein Berliner Schüler, keine Berliner Schülerin wird etwas verlieren, wenn er oder sie einen Religionsunterricht besucht – aber er oder sie kann eine Menge gewinnen.